Sierra Alhamilla

Sierra Alhamilla
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Das Naturgebiet Sierra Alhamilla gehört zusammen mit den Gebirgszügen von Gádor und Cabrera zu den Bergmassiven an der andalusischen Küste. Die Mittelgebirgszone liegt nordwestlich der Stadt Almería zwischen den Brachflächen der Wüste von Tabernas und der Bucht von Almería. Im Süden wird sie vom unteren Andarax-Tal und dem Gebiet Campo de Níjar begrenzt.

Das leicht hügelige Relief mit teils stark zerklüfteten Hängen ist das Ergebnis der Erosion einer von Schieferstein und Quarzit geprägten Geologie, in der sich zahlreiche Wasserauftriebe finden, darunter die historischen Bäder von Sierra Alhamilla. Das Bergmassiv dient als grüne Lunge, welche die öden Heidelandschaften in der Umgebung mit Sauerstoff versorgt.

Die Gegend spielte eine wichtige Rolle während der Besiedlung der Provinz durch die ersten Bewohner (Kultur von Los Millares und El-Argar-Kultur) und so zeigt sich auch in ihrem Namen der bedeutende Einfluss, den die islamischen Epoche auf ihre Geschichte ausübte. Aber auch als Zufluchtsort für zahlreiche Tiere und Pflanzen ist das Gebiet von großem Wert, denn unzählige Exemplare haben in dieser Oase einen idealen Ort gefunden, der es ihnen erlaubt, in einer derart strengen und feindseligen Umgebung zu überleben. Die Artenvielfalt des Gebiets hat dazu geführt, dass es zum Europäischen Vogelschutzgebiet (SPA) erklärt wurde.

Vom botanischen Gesichtspunkt aus muss in erster Linie die hohe Anzahl von Steineichen genannt werden. Sie stellen ein Überbleibsel aus einer früheren Zeit dar, als sie unter anderen klimatischen Bedingungen einen Großteil des Gebiets der Provinz Almería bedeckten. Heutzutage sind sie nur noch auf diesem „Inselberg“ zu finden, wohin sie angesichts der extremen Dürre der Umgebung flüchten mussten. Rund um die Steineichen auf den Gipfeln wachsen verschiedene Sträucher wie beispielsweise Seidelbast, Färberkrapp, Thymian, Majoran und Lack-Zistrosen, die zusammen mit den Kermeseichen die übliche Vegetation in der Gegend bilden. An tiefer gelegenen Stellen finden sich Schwarzdorn, Oleaster und Mastixsträucher. Von den eigens angebauten Exemplaren bestechen in erster Linie die wieder aufgeforsteten Koniferen mit Latschenkiefern und harzhaltigen Pinien.

Im Bereich der Tierwelt besonders zu erwähnen sind Füchse, Ginsterkatzen, Wildschweinen, Dachse und Wiesel. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Vielfalt und Einzigartigkeit der Vögel, vor allem der Raubvögel: Habichtsadler, Steinadler, Rötelfalken, Wanderfalke und Uhus. Die Ausläufer des Gebirges bieten im Allgemeinen einen außergewöhnlichen Lebensraum für Steppenvögel, von denen insbesondere der einzigartige Wüstengimpel zu nennen ist.

+ Informationen Sierra Alhamilla .

Naturgebiete
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Punkte des Interesses

Koordinaten nicht verfügbar

Dienstleistungen und Infrastruktur

  • Fremdenverkehrsbüro
Zielgruppe
ich reise allein, Seniorengerecht, Paare, Junge, Freunde, Familien, Lgbti
Segmente
Natur, Kultur
Art der Tätigkeit
Geländewagen, Höhlenwandern, Klettern, Multi-Abenteuer, Mountainbike, Bergsteigen, Wandern, Orientierungslauf
Umwelteinheiten
Der trockene Südosten Andalusiens
Deklarationsdatum
28 / 07 / 1989
Fläche (m2)
8500