Sierra de Grazalema

Sierra de Grazalema
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Die Sierra de Grazalema erhebt sich wie eine riesige Stadtmauer zum Meer hin und ist mit zahlreichen, kleinen, weißen Dörfern übersät. Vom Atlantik her nähern sich häufig Niederschlagsfronten, die dieses Bergmassiv zu einem der regenreichsten Orte der iberischen Halbinsel machen.

Im westlichsten Teil der andalusischen Bergmassive ist auf halbem Weg zwischen den Provinzen Cádiz und Málaga durch den Regen einer der schroffsten Gebirgszüge Andalusiens entstanden. So befindet sich dort eine der größten Vertiefungen Andalusiens: das System Hundidero-Gato. Es besitzt fast 8 Kilometer lange Galerien und überwindet einen Höhenunterschied von mehr als 200 Metern. Dort befindet sich die Sierra del Endrinal, ein hoher Karst, wo sich spektakuläre, aktive Karren mit Ebenen abwechseln. Zudem gibt es dort spektakuläre Dolinen und Poljes wie die von Líbar oder Llanos del Republicano. Des Weiteren erheben sich dort Gebirgszüge wie die von Caíllo und Ubrique mit ihren außerordentlichen Abhängen, tiefen Schluchten (Salto del Cabrero und El Saltadero) und eindrucksvollen Canyons (Garganta Seca und Garganta Verde) mit ihren senkrechten Wänden, die bis zu 400 Meter hoch sind.

Fauna und Flora

Wälder mit Steineichen mit einer Cohorte Mastixsträuchern, Majuelos und Dornginster, die einen schattigen Platz für die Flaumeichen hinterließen. Auf den Sandsteinböden macht die Steineiche der Korkeiche und einem aus verschiedenen Arten von Heide und Zistrosen sowie Myrtengewächsen und Farnen bestehendem Unterholz Platz. Aber die botanische Hauptfigur dieses Gebirgszugs ist die Spanische Tanne, eine Tannenart aus früheren Zeiten in den höheren Lagen der Gebirgszüge von Cádiz, Málaga und dem marokkanischen Rif. In den Gebirgszügen Sierra del Pinar, de Zafalgar, Endrinal und Margarita gibt es überall verstreut Wäldchen. Auch die Blumenvielfalt ist hervorzuheben, denn es gibt über 1300 Arten, von denen fast fünfzig endemische Arten der iberischen Halbinsel sind und sieben davon ausschließlich in diesem Naturraum vorkommen, wie der Mohn von Grazalema oder die Geranie „Relojillo de Recoder“. Darüber hinaus sind zahlreiche Säugetiere wie der Iberiensteinbock, der Otter, der Ichneumon, der Steinmarder, die Ginsterkatze und der Dachs anzutreffen. Aber die repräsentative Spezies lebt in der großen Zahl der vorhandenen Höhlen, es ist die Fledermaus: die Hufeisennase und die Langflügelfledermaus. Die Überfülle an Felsformationen fördert auch das Vorhandensein vieler Gemeinschaften von auf Felsen lebenden Vogelarten wie Gänsegeier, Schmutzgeier und Habichtsadler.
Naturgebiete
Naturpark
de
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Punkte des Interesses

Koordinaten nicht verfügbar

Dienstleistungen und Infrastruktur

  • Botanischer Park
  • Fremdenverkehrsbüro
Zielgruppe
Seniorengerecht, Paare, ich reise allein, Freunde, Familien, Junge, Lgbti
Segmente
Sport, Natur, Gastronomie, Freizeit und vergnuegen, Kultur
Qualitätsmarken
ISO 14001:2004, -, Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus
Umwelteinheiten
Betisches Mittelgebirge
Deklarationsdatum
13 / 02 / 1985
Fläche (m2)
53411