Cerro del Hierro

Cerro del Hierro
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Das Naturdenkmal Cerro del Hierro befindet sich zwischen den Gemeinden Constantina und San Nicolás del Puerto im Naturpark Sierra Norte de Sevilla, nicht weit entfernt von einem weiteren Naturdenkmal (Cascada del Huesna). Hier erwartet Sie eine spektakuläre Landschaft, in der durch das gemeinsame Handeln von Natur und Mensch ein Paläokarst von großer Schönheit und enormem wissenschaftlichem und didaktischem Interesse zum Vorschein kam. Darüber hinaus finden sich hier einzigartige Pflanzen- und Tierarten sowie ein sehr gut erhaltener Korkeichenwald, in dem Sie so interessante Exemplare wie Bergeichen oder Pyrenäen-Eichen betrachten können.

Die Vegetation gedeiht zwischen den Kalksteinfelsen und auch in den schattigen Korridoren und Gruben. Die Gegend ist Lebensraum verschiedener Farne, darunter Frauenhaarfarn, Jura-Streifenfarn, Braunstieliger Streifenfarn, Milzfarn, Hirschzungenfarn und Echter Wurmfarn, von denen einige auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Arten in Andalusien stehen. Dieses Ökosystem eignet sich ideal für Felsvegetation, d. h. Pflanzen, die sich an das Leben zwischen Stein und Felsen angepasst haben. Es finden sich zahlreiche aromatische Pflanzen – Joch-Thymian, Schopf-Lavendel, Römische Kamille –, Strauchgewächse – Westliche Erdbeerbäume, Hasenohren, Mastixsträucher, Mittelmeer-Schneebälle – sowie Kletterpflanzen.

Im Bereich der Fauna finden sich Arten wie beispielsweise der Uhu und der Schwarzstorch, die beide ernsthaft gefährdet sind. In den Korridoren und an den Felswänden leben das ganze Jahr über verschiedene Vogelarten, darunter Blaumerlen und Steinsperlinge. Im Frühjahr finden sich in der Gegend zudem Mittelmeer-Steinschmätzer, Rötelschwalben und Bienenfresser. Im Winter kann man Alpenbraunellen beobachten.

Dank des Eisenvorkommens in den Felsen dieses Naturdenkmals diente die Gegend von der Römerzeit bis ins letzte Jahrhundert als wichtiges Bergbaugebiet. Diese Arbeiten brachten eine Landschaft mit einzigartigen Formen und Farben und zahlreichen Felsfurchen, Korridoren, Polja, Dolinen, Höhlen, Schächten, Kalktuffen und Karren zum Vorschein. Verantwortlich für diese einzigartige Schönheit sind die Kalksteinfelsen: Felsen, die durch Regen und Schnee teilweise erodierten und so diesen spektakulären Karst bildeten, der heute unzählige Freunde des Kletterns anlockt.

Noch heute sind einige Infrastrukturen erhalten, die an die Bergbauvergangenheit der Gegend erinnern, darunter die ehemalige Eisenbahnlinie, über die der Steinbruch mit dem Bahnhof Los Prados-Cazalla verbunden war. Heute bildet die Trasse den Grünen Weg der Sierra Norte, der sich sowohl für Wanderer als auch für Radler eignet. Die Route beginnt in der alten Bergbausiedlung, wo einst die Arbeiter lebten, am sogenannten Casa de los Ingleses, der Residenz der Ende des 19. Jahrhunderts aus Schottland ins Land gekommenen Ingenieure und Verwalter der Mine.

Wer die zahlreichen Besonderheiten dieses Naturdenkmals kennenlernen möchte, sollte im Herbst oder Frühjahr den Wanderweg Cerro del Hierro erkunden – eine Route durch die Galerien und ausgegrabenen Tunnel in den Felsen.

Naturräume
Naturdenkmal
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Punkte des Interesses

Koordinaten nicht verfügbar

Dienstleistungen und Infrastruktur

  • Fremdenverkehrsbüro

Segmente

Kultur, Sport, Natur

Umwelteinheiten

Die Sierra Morena Atlántica

Deklarationsdatum

01 / 10 / 2003

Fläche (m2)

122