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Das Stadtviertel von Marifé de Triana

25/09/2023
Marifé de Triana

Meisterin des andalusischen Gesangs, temperamentvoll und mit einziartigem Stil, sie lebte und spürte die Texte mit Maßlosigkeit und Leidenschaft. Ihr großes Talent für die Interpretation revolutionierte und trug die Copla bis hinauf zur Spitze.

Marifé de Triana (Burguillos, 1936-Torremolinos, 2013)

Die Schauspielerin der Copla

Die Sängerin und Tonadillera, mit Namen María Felisa Martínez López, wurde in der sevillanischen Ortschaft Burguillos geboren. Von bescheidener Herkunft, verarmt die Familie durch den Bürgerkrieg noch mehr und zieht in das Stadtviertel Barrio de Triana, in Sevilla. Schon als kleines Mädchen lernt sie Coplas, insbesonder die der Tonadillera Juanita Reina, die sie verehrt. Mit neun Jahren verliert sie ihren Vater und zieht mit dem Rest der Familie nach Madrid, wo sie bis zum zwölften Lebensjahr in die Schule geht. In Madrid macht sie weiter mit ihren Studien und kommt in Kontakt mit dem Meister Manuel Gordillo, der ihr das Thema Torre de Arena schenkt, das zu einem großen Erfolg der Marifé de Triana führt, und ihr den Weg zum Starruhm im Bereich der spanischen Lieder ebnet.

Ihr Repertoire beinhaltet erfolgreiche Lieder der Tonadilla wie María de la O, La Rosa de Capuchinos, Romance de la Reina Mercedes, La Lirio oder En tierra extraña, Coplas, die sie melodramatisch neu interpretierte und was ihr die Bezeichnung die Schauspielerin der Copla einbrachte.

Sie heiratet José María Calvo und läßt sich in Málaga nieder, wo sie im Jahr 2013 in Torremolinos im Alter von 76 Jahren stirbt.

Künstlerstadtteil

Das älteste Stadtviertel von Sevilla liegt am rechten Ufer des Flusses Guadalquivir, im Westen der Stadt, beschnitten durch die sanften Hänge der Aljarafe. Die Legende besagt, dass die Göttin Astarté, verfolgt von Herkules, sich ans westlichen Ufer des alten Betis flüchtete und das Stadtviertel Triana gründete, mit der Ansammlung von Seeleuten, Schiffsverlader und Keramiker, ist es die Wiege des Flamencos und der berühmten Stierkämpfer.

Die Iglesia de Santa Ana ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtviertel Triana. In verschiedenen Kapellen der Kirche sind wunderschöne Sockel mit Fliesen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Chor kann man ein Tafelgemälde von Alejo Fernández (16. Jahrhundert) bewundern, das die Virgen de la Rosa darstellt. Das Innere beherbergt das sogenannte "Pila de los Gitanos" (Zigeunerbecken), da nach der landläufigen Meinung, seine Gewässer dem getauften Kind die Essenz der Kunst des Flamenco übertragen.

Abgesehen von Santa Ana, hat das Stadtviertel noch weitere schöne Kirchen, wie die Kirche San Jacinto (1640) und Nuestra Señora de la O (1697-1702), die Capilla de los Marineros, wo sich die Esperanza de Triana (1815) befindet und die Capilla del Patrocinio - "El Cachorro" (siglo XVIII), und das Kloster der Mínimas (16. Jahrhundert). Neben dem Eingang zum Stadtviertel Triana über die Brücke von Isabel II, auf der rechten Seite, kommt man zur Capillita del Carmen, Werk von Aníbal González im Jahr 1928 und zärtlich genannt "El Mechero" (Das Feuerzeug), aufgrund ihres vergleichbaren Aussehens mit dem alten Zunder-Anzünder.

Lebensmittelmarkt

Der Markt des Stadtviertels Barrio de Triana befindet sich an der Plaza del Altozano, neben der touristisch interessanten Puente de Triana und von wo aus man einen Blick auf das Burg von San Jorge (alter Sitz der Inquisition) hat. Hier findet man die frischesten Austern von ganz Sevilla, sowie auch ein exquisites Sushi. An seinen Toren öffnet sich die Plaza del Altozano, neuralgischer Punkt des alten Triana, da von hier aus die wichtigsten Straßen abgehen: San Jacinto, die Straße, die die Stadt mit Tomares und San Juan de Aznalfarache verbindet; Pagés del Corro, viele Jahre unterteilt in Cava de los Civiles und die Cava de los Gitanos, mit seinen Nachbarschaftsvierteln; Pureza, in der Nummer 53 in der alten Calle Larga wird die Esperanza de Triana verehrt; Castilla, ein Muss für Wanderer, die ihre Reisen nach Nordspanien unternahmen, hier finden wir die Pfarrei Nuestra Sra de la O; und Betis, wo man andächtig die Ankunft der Schiffe beobachtete, in den Zeiten, als Sevilla noch das Handelsmonopol mit den neuen Gebieten hatte.

Calle Betis

Genau genommen ist die Calle Betis, mit ihren bunten Fassaden neben dem Guadalquivir, die Bühne am 21. und 26. Juli einer der berühmtesten Fiestas des Stadtviertels: Die Velá von Santiago und Santa Ana, wo der Besucher typische Gerichte probieren kann, wie die Albures en Adobo (Meeräsche in Marinade), die Pavías vom Kabeljau oder die grünen Haselnüsse. Nachts füllt sich die Zone mit Kerzenleuchtern und Tischchen und die Straße wird zu einer der vollsten in ganz Sevilla.

Sie sollten nicht verpassen von der Calle Betis die andere Seite des Flusses zu bewundern, den Paseo de Colón, mit den vielen Gärten, die Plaza de Toros der Maestranza, das Theater mit dem gleichen Namen, die Torre del Oro (Goldener Turm), die Giralda und auch die weiter entfernten Türme der Plaza de España.

Triana feiert auch mit großem Eifer El Rocío und die Semana Santa (Karwoche), die ihren Höhepunkt im Umzug am Karfreitag erreicht, mit dem Auszug der Esperanza während der Morgendämmerung und dem Cachorro sowie der O am Nachmittag. Triana, ist stolz auf seine Vergangenheit und seine Traditionen und hat seinen Namen in der Welt durch die großen Toreros (Juan Belmonte, Gitanillo de Triana, Cagancho...) verbreitet, den Cante (Marifé de Triana, Remedios Amaya, Pepe el de la Matrona, Naranjito de Triana...) und den Tanz (Matilde Coral, Milagros Mengíbar, Antonio Canales...) und natürlich durch die Literatur (Demófilo, Alberto Lista). Ein Stadtviertel das durch die Augen eines seiner Nachbarn, Rodrigo de Triana, zum ersten Mal amerikanischen Boden sah und an dessen Ufern die heilgen Schutzpatronen von Sevilla aufwuchsen, die Töpfern-Schwestern Justa und Rufina.

  

Rundgang 1. Puente de Triana (Isabel II) - Capillita del Carmen - Mercado de Abastos - Calle Betis - Calle Pureza - Capilla de los Marineros, Esperanza de Triana - Calle Pagés del Corro - Kloster der Mínimas - Kirche Santa Ana.

 

Rundgang 2. Calle Betis - Plaza del Altozano - Burg von San Jorge - Calle Castilla - Kirche Nuestra Señora de la O  - Calle San Jacinto - Kirche von San Jacinto - Capilla del Patrocinio

Das Stadtviertel von Marifé de Triana
Plaza del Altozano, s/n. 41010.